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Wie setzen wir die Vision um? Rezension zu „Pantopia“

Das Beste – die neue Weltordnung – kommt in „Pantopia“ gleich vorweg. Im Prolog beschreibt die Künstliche Intelligenz, die das alles ermöglicht hat, wie diese staatenlose, neue Welt aussieht, in der wirklich alle Menschen die gleichen Rechte haben und alle nach ihren Vorstellungen leben können.

Für die Klima-Buchmesse hat Autorin Maike Braun den neuen Roman von Theresa Hannig gelesen.

Nach dem philosophischen Rückblick der K.I. „Einbug“ erzählt der Roman, wie es dazu kam und welche Widerstände es zu überwinden galt. Das zieht sich am Anfang ein bisschen, man erfährt viel darüber, wie die beiden HeldInnen, Patricia und Henry, die KI programmieren und wie diese erwacht. Dann aber regt sich Widerstand und der Roman nimmt an Fahrt auf. Schließlich will Pantopia die Nationalstaaten abschaffen, Weltpreise einführen, die Produkte umso teurer machen, je mehr sie Mensch und Umwelt schaden, und jeder Arche, so nennen sich die Anhänger Pantopias, ein bedingungsloses Grundeinkommen zugestehen. Das gefällt nicht jedem und schon gar nicht denen, die bis jetzt das Sagen hatten. Patricia und Henry landen auf einer internationalen Fandungsliste und die künstliche Intelligenz muss um ihre Existenz bangen.  

Der Roman ist kein Klimaroman im engeren Sinne, aber mit der Idee der Weltpreise zeigt Theresa Hannig einen Weg, wie man klimaschonendes Handeln fördern kann. Und vermittelt eine Vision, DASS wir die Klimakrise überwinden können.

Warum, glaubt ihr, gibt es mehr Dystopien als Utopien? Welche Utopien kennt ihr? Was hat euch daran gefallen und warum?

„Pantopia“ erschien im Februar 2022 bei Fischer Tor.

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